1. Dezember 2018  

 

14. Mountainbike-Soccercup in Offenburg

 

Zapfenkicker mit Finale Furioso

 

 

Der 14. Soccercup der Mountainbiker endete mit einem Premieren-Sieg. Die Oberlengenhardter Zapfenkicker übernahmen in Offenburg den Pott von Gastgeber Schwarzwald-Kicker durch einen 6:0-Sieg über die Tobolde aus Albstadt und müssen sich jetzt Gedanken machen wo sie die 15. Auflage organisieren.  

 

Wie man das aus all den Jahren kennt, war auch der Soccercup 2018 eine vergnügliche Angelegenheit. 13 Teams aus aktiven Radsportlern, Betreuern, Trainern, Mechanikern und so weiter hatten Zeit und Personal gefunden und in der Nord-West-Halle dem Ball nachzujagen.

„Ich find’s eine tolle Sache, dass es dieses Turnier gibt und man sich außerhalb der Rennen auf diese Weise treffen kann“, sagte Jörg Fader, Rad-Abteilungsleiter beim TV Oberlengenhardt. Und das hatte nichts damit zu tun, dass er als Torhüter seiner „Dienstags-Trainingsgruppe“ dieses Jahr den Wanderpokal mit nach Hause nehmen durfte. Und damit auch die Pflicht das nächste Turnier auszutragen.

Fader schmunzelte: „Wir haben in Oberlengenhardt gar keine geeignete Halle. Da müssen wir uns was einfallen lassen. Wir werden schon was finden, aber falls irgendjemand das Turnier unbedingt austragen will, soll er sich bei uns melden.“

 

Rein sportlich lieferten Faders Jungs ein Finale Furioso. Mit 6:0 ließen sie den Tobolden keine Chance, obschon sich die Albstädter auch einige Chancen heraus spielten und auch mal die Tor-Umrandung trafen.

Samuel Schaibner eröffnete den Torreigen,  Simon Schneller erhöhte, Andreas Schwarzer machte den 3:0-Halbzeitstand perfekt. Das 4:0 war ein Eigentor, Schaibner machte sein Zweites, bevor dann noch mal U23-WM-Teilnehmer Simon Schneller auf ganz elegante Weise ran durfte und das bisher höchste Final-Resultat beim MTB-Soccercup perfekt machte.

Vor zwei Jahren hatten die Zapfenkicker den Sieg schon knapp verpasst, als sie kurz vor Schluss ein Wembley-Tor kassierten und dann im Sieben-Meter-Schießen verloren.

Ihre Endspiel-Gegner haben nun zum zweiten Mal in Folge das Finale verloren, nahmen das aber doch ganz gelassen, genauso wie Titelverteidiger Schwarzwaldbolzer, die mit einem 2:0 im kleinen Finale gegen die Freiburger Pilsner 1  den dritten Rang eroberten. Im Halbfinale hatte es die Neuauflage des Vorjahres-Finales gegeben, doch da behielten die Tobolde im Neun-Meter-Schießen die Oberhand.

„Alles ist perfekt gelaufen, die Schiedsrichter hatten fast nichts zu tun“, bilanzierte Marco Fey von den Schwarzwaldbolzern, der mit elf Treffern auch der erfolgreichste Schütze war.

Damit hatte auch die 14. Auflage den Charakter, den sich die Initiatoren wünschen: „Cool und mit ganz viel Spaß.“

Die Wednesday Nightriders wollten eigentlich die 14. Mannschaft sein und hätten das Limit damit voll gemacht. Doch den Saarländern kamen ein paar Spieler abhanden, so dass sie doch absagen mussten.


Bericht und Bilder: Viel Dank an Erhard Goller!